"Kinder schützen den Feldhamster"
Der Feldhamster braucht dringend euren Schutz. Helft bitte mit, den seltenen Feldbewohner vor dem Aussterben zu bewahren! Unten stehen ein paar Dinge, die ihr in eurer Gemeinde durchführen könnt. Für alle die etwas mehr machen möchten, haben wir gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz ein wunderschönes Aktionsheft erstellt.

Was kann ich für den Feldhamster tun?
- Wenn Du einen Feldhamster oder einen Feldhamsterbau findest, meldest Du ihn am besten an einen Experten.
- Um herauszufinden, wo noch Feldhamster leben, ist es am leichtesten, eine Umfrage bei Landwirten zu machen. Diese wissen meistens, ob es bei ihnen noch Feldhamster gibt. Auch Menschen, die in Häusern leben, die direkt im oder am Feld liegen, wissen wo noch Feldhamster leben.
- Wenn im Spätsommer die Felder abgemäht werden, beginnt eine schwere Zeit für den Feldhamster. Denn jetzt findet er nichts mehr zu fressen und er hat keine Möglichkeit, sich vor Feinden zu verstecken. Vielleicht könnt ihr den Landwirt bitten, etwas um den Bau herum stehen zu lassen. Dann könnte sich der Feldhamster weiterhin verstecken und findet noch etwas zu fressen, um den Winter zu überleben.
- Vielleicht finden sich ein paar Kinder oder Jugendliche die eine "Feldhamsterschutz-Gruppe" gründen.
- In Hessen veranstalten wir in regelmäßigen Abständen Aktionstage zum Thema Feldhamster. Wir haben hierfür eine "Feldhamsterspielkiste" zusammengestellt und eigene Spiele entwickelt. Wer einmal daran teilnehmen möchte, kann sich bei uns melden!
Eine Hamstergeschichte
Ein ungewollter Ausflug
Es war einmal eine kleine Feldhamsterfamilie. Es waren der Vater, die Mutter und das
Kind. Die wohnte in einem ganz großen Weizenfeld. Das war ein sehr schönes
Weizenfeld. Drum herum gab es nur Bäume und Wiesen und auf den Wiesen gab es ganz
viele wilde Blumen. Der Hamstervater ging immer auf einer der Wiesen und pflückte
dort einen Blumenstrauß für die Mutter. Das durften aber immer nur kleine Blumen sein
weil ein Feldhamster ja nicht so große Blumen tragen kann. Also pflückt er immer
Gänseblümchen und Butterblumen für die Hamstermutter. Die sind schön klein und die
kann der Hamstervater auch tragen.
Für das Hamsterkind bringt der Vater manchmal auch irgendwelche Beeren aus dem Wald
mit. Die Beeren nimmt das Hamsterkind dann immer als Ball und spielt damit. Eines
Tages war es auch wieder so. Der Hamstervater brachte dem Hamsterkind eine Blaubeere
als Ball zum spielen mit. Das Hamsterkind freute sich sehr und fragte die Eltern ob
es auf den kleinen Hügel am Ende des Weizenfeldes laufen darf. Er wollte mit seinem
neuen Beerenball spielen. Die Hamstereltern erlaubten es ihm.
Also lief der kleine los. Als er mitten im Spiel war kullerte der Beerenball den
Hügel runter und das Hamsterkind lief hinterher. Der Ball hörte gar nicht mehr auf zu
kullern und das Hamsterkind lief und lief weil es doch seinen Ball wiederhaben
wollte. Es hatte auch gar nicht mehr beim laufen darauf geachtet wohin es läuft. Als
es den Beerenball dann endlich eingeholt hatte wusste es nicht mehr wo es war. Das
Hamsterkind hatte sich verlaufen und weinte ganz fürchterlich.
Das Weinen hatte ein Spatz gehört und er flog zum dem Hamsterkind und fragte wieso
es denn so schrecklich dicke Tränen weinte. Die Tränen waren so gross, dass das
Hamsterkind schon in einer richtigen Pfütze stand. Das Hamsterkind erzählte dem Spatz
warum es so weinte, aber der Spatz konnte bei dem vielen Schluchzen kaum was
verstehen. Als er endlich wusste um was es geht wollte der Spatz dem Hamsterkind
helfen wieder sein Zuhause zu finden. Er hat sich genau erklären lassen wie das
Zuhause aussieht und wollte dann über das Feld fliegen und suchen. Das tat der Spatz
dann auch und das Hamsterkind hat dort wo es war gewartet. Der Spatz musste auch
nicht lange nach dem Zuhause des Hamsterkindes suchen. Es hat vom Himmel aus gesehen,
dass die Hamstereltern schon ganz verzweifelt nach ihrem Hamsterkind gesucht und
gerufen haben. Der Spatz hat den Hamstereltern dann alles erzählt und ihnen
versprochen, dass er das Kind zurück bringt.
Der Spatz flog dann zurück zu dem Hamsterkind und hat gesagt, dass er das Zuhause
gefunden hatte und dass die Hamstereltern schon ganz krank vor Sorge waren. Der Spatz
hat dann mit seinem Schnabel das Hamsterkind im Nacken gepackt und ist mit ihm über
das Feld geflogen. So konnte das Hamsterkind das Weizenfeld auch mal von oben sehen
und war ganz begeistert. Schon von weitem hat das Hamsterkind seine Eltern gesehen
und gewunken. Als der Spatz das Kind bei seinen Eltern abgesetzt hatte war er ganz
schön außer Puste. Die Eltern waren überglücklich und bedankten sich bei dem Spatz.
Die Hamstermutter sagte, dass der Spatz noch warten soll. Sie lief in Ihren Bau und
machte Ihre Hamsterbacken voll mit Weizenkörnern. Dann lief sie wieder zu dem Spatz
und gab ihm die Weizenkörner damit er sich für den Rückflug stärken konnte. Diese
Stärkung hatte der Spatz auch nötig. Er kam durch dich Weizenkörner wieder zu Kräften
und konnte wieder in den Wald fliegen. Die Hamstereltern waren überglücklich, dass
ihr Kind wieder da war und es musste Ihnen versprechen in Zukunft immer darauf zu
achten wohin es läuft. So etwas sollte dem kleinen Hamsterkind nie wieder passieren
und das Hamsterkind versprach auch immer darauf Acht zu geben. Es wollte so etwas
auch nie wieder erleben. Nachdem sich die Familie wieder beruhigt hatte haben alle
drei dann zusammen mit dem Beerenball gespielt und hatten viel Spaß dabei.
(Petra Heesen, 10 Jahre)
Noch eine Hamstergeschichte
Es wohnte einmal ein Feldhamster am Rande einer Stadt auf einem Roggenfeld. Wenn die Roggenkörner reif waren, hatte der Hamster genügend Futter und sammelte fleissig für den kargen Winter. Die dicksten Roggenkörner versteckte er in seinem Hamsterbau und die dünnen aß er auf. Eines Tages hörte er ein Knabbern und Kauen aus seiner Höhle... Er bewaffnete sich mit einem Stock und pirschte sich in seinen Bau. Er sah ein dürres Feldhamstermädchen, das sich gierig über seine Vorräte hermachte. Er fragt wütend: "Was willst du denn hier?" - Erschrocken lies das Hamsterchen die angeknabberten Körner fallen und fing stockend an zu erzählen, das auf ihrem Feld immer so komisches Zeug gespritzt würde, von dem alle Tiere krank würden. Dem Hamster tat das Mädchen leid und er schlug vor, das sie seine Vorräte teilen könnten. So wurden sie Freunde und lebten gemeinsam in dem Bau und hatten Glück, dass sie auf dem Feld vom Biobauern Etzel wohnten. Denn der lies die Tiere leben und spritzte auch kein Gift. So kamen im Laufe der Jahre eine Menge kleiner Feldhamsterkinder zur Welt, die den Menschen nicht zu fürchten brauchten.
Ende.
Maurice Lässle, (7 Jahre)
Kinder malen Feldhamster:
Wir haben uns sehr gefreut, als wir Post von der Klasse 1 und 2 aus Blumenthal bekamen. Lauter wunderschöne Bilder vom Feldhamster. Die kleinen Künstler heißen: Mike Berner, Verena Breddin, Toni Fleischer, Dominik Heise, Sarah Janott, Julia Jädicke, Steven Keller, Henriette Kluchert, Isabell Krause, Sandra Labitzke, Ludwig Lehrbe, Daniel Lengert, André Liebenow, Theres Lommitz, Clemens Schneider, Judith Schulz, Kathlen Schweß, Chantal Josefine Sooß und Franziska Unterberg