Verbreitung in Deutschland
Sein Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf einen Gürtel zwischen 44° und 59° nördlicher Breite, der sich von 5° bis 95° östlicher Länge erstreckt. Die aktuellen Erkenntnisse der Verbreitung in Deutschland sind auf der Karte dargestellt. In Deutschland existieren große Verbreitungslücken, die auf unterschiedlichen natürlichen Gegebenheiten (Bodenarten, Klima) beruhen. Das größte zusammenhängende Verbreitungsgebiet liegt in Mitteldeutschland (von Hildesheim in Niedersachsen, durch Sachsen-Anhalt bis nach Thüringen und Sachsen). Alle anderen Vorkommen haben nur noch lokalen bis regionalen Charakter und sind isoliert von anderen Populationen.

Verbreitung des Feldhamsters
Wie finde ich einen Feldhamster?
Während eines Sonntagsspazierganges einen Feldhamster zu entdecken, wird selbst dem geübten Naturbeobachter schwer fallen. In vielen Regionen Deutschlands gibt es nur noch kleine Vorkommen oder er ist schon völlig verschwunden. Zudem sind die Tiere extrem vorsichtig und zumeist nur in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. So gehört schon eine Portion Glück dazu, einen Hamster am Tage über das Feld huschen zu sehen. Leichter haben es da mancherorts Kleingärtner, die einen der kleinen Gesellen in ihrem Gemüsegarten beherbergen, auch wenn solche Begegnungen nicht immer erwünscht sind. Gemütlich gemacht hat es sich auch so mancher Hamster in den Vorgärten ganz normaler Wohnhäuser. Da die Siedlungen in den letzten Jahren immer schneller gewachsen sind, stehen viele Häuser dort, wo früher noch Ackerland war. Eine Familie aus Kriftel bei Frankfurt berichtete mir, dass in ihrem Hausgarten schon seit den ersten Tagen Feldhamster ihre Baue anlegen und dies schon seit über 20 Jahren. Durch solch eine enge nachbarschaftliche Beziehung war es natürlich nicht verwunderlich, dass der Feldhamster während seines abendlichen Rundganges bei den Grillfesten der Familie vorbei schaute! Solche Erlebnisse sind aber eher die Ausnahme.
Um einen Feldhamster in der freien Natur zu entdecken, sollte erst geprüft werden, wie wahrscheinlich ein aktuelles Vorkommen in der eigenen Gemeinde ist. Eine Hilfe hierfür ist die Verbreitungskarte. Dann ist es ratsam, einen Landwirt in der Nähe zu befragen. Dieser weiß oft genau, wo sich noch Tiere auf seinem Feldern befinden. Die besten Monate, einen Bau selber aufzuspüren, sind der April und der Mai. In dieser Zeit öffnet der Hamster seinen Winterbau und die Frucht auf den Feldern ist noch niedrig. Im Abstand von circa 5 m sollte nun das Ackerland in den Reifenspuren der Landmaschinen begangen werden. Hierzu sollte aber die Erlaubnis des Eigentümers eingeholt werden. Hinweise auf einen besetzten Bau liefert ein sogenannter Fraßkreis. Befindet sich in dessen Mitte eine Röhre, die mindestens 6 Zentimeter im Durchmesser misst und 40 cm senkrecht nach unten führt, könnte es sich mit großer Sicherheit um einen Feldhamsterbau handeln. Im Sommer geben zudem noch größere Erdhaufen und bis zu 10 Eingänge in einem Radius von 8 Metern Hinweise auf ein aktuelles Vorkommen.