In Hessen für den Feldhamster aktiv

Projektregion Hessen

„In meiner ersten Abschlussarbeit an der Universität Gießen habe ich Daten zum Vorkommen des Feldhamsters in Hessen analysiert. Einen Feldhamster, geschweige denn seinen Lebensraum habe ich in diesem Zusammenhang nicht kennengelernt. Das musste sich dringend ändern! Neugierig und motiviert etwas für den hübschen und doch so bedrohten Nager zu tun, habe ich mich 2011 der AG Feldhamsterschutz angeschlossen. 1998 gegründet, hat die lebendige Truppe von Ehrenamtlichen viele richtungsweisende Entwicklungen im hessischen Feldhamsterschutz angestoßen und begleitet, u.a. die landesweite Erfassung, die Erstellung von Artenhilfskonzepten und kürzlich den Aufbau einer Auffangstation & Erhaltungszucht für Feldhamster. Zu sehen was wir in guter Zusammenarbeit mit Landwirten und Behörden für den Nager erreichen, treibt meine Mitstreiter/innen und mich an uns auch in Zukunft für das Überleben des Feldhamsters in Hessen zu engagieren!“ 

Melanie Albert, Regionalkoordinatorin Feldhamsterland Hessen

 

 

 

AGF

Verbreitungskarte HessenFeldhamster in Hessen

Die letzten hessischen Feldhamster sind in den intensiv genutzten Agrargebieten rund um Frankfurt a.M. zu Hause.

In vier Projektgebieten arbeiten wir Hand in Hand mit Landwirtinnen und Landwirten und Behörden daran, die Feldflur mit passenden Schutzmaßnahmen wieder zu geeigneten Lebensräumen für den Feldhamster aufzuwerten.

Erfolgreiche Schutzmodelle, die seit vielen Jahren in Hessen Anwendung finden sind der Nacherntestreifen und die „Hamster-Mutterzelle“. Hierfür wird ein Teil des angebauten Getreides in Streifen- oder Zellenform bis zum 1.Oktober auf dem Acker stehen gelassen. Für den kleinen Nager entsteht so ein sicherer Rückzugsort!

Damit die Hilfe auch wirklich bei den Tieren ankommt, erfassen wir unsere Vorkommen mit Hilfe vieler Freiwilliger jedes Jahr auf neue und können auf diese Weise Schutzmaßnahmen räumlich sehr genau planen.