Als Kulturfolger und Steppenbewohner ist der Feldhamster eng an die Landwirtschaft gebunden. War er früher auf nahezu jedem Acker zu finden, so ist er heute nur noch in einigen Regionen Deutschlands vertreten.

Wenn Sie als Landwirtin oder Landwirt Feldhamster auf Ihrem Land entdecken, nutzen Sie die Chance und machen Sie mit!

Gemeinsam entwickeln wir auf Sie abgestimmte Maßnahmen, um den bunten Ackerbewohner zu schützen. Es gibt zahlreiche und zum Teil sehr schnell und einfach umzusetzende Maßnahmen, die einen großen Nutzen für den Feldhamster haben. Einige Beispiele sind eine spätere Getreideernte, das Stehenlassen längerer Stoppeln (>20 cm) nach der Ernte oder das Anbauen überjähriger Blühflächen für den Feldhamster.

Da diese Maßnahmen einen Mehraufwand und somit Kosten verursachen, werden Sie als teilnehmender Betrieb finanziell entschädigt. Das ist nur fair, da Sie einen ökologischen und somit auch gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Neben dem Feldhamster profitieren auch zahlreiche andere Tiere der Feldflur von Ihren durchgeführten Maßnahmen.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, nehmen Sie gern Kontakt mit unseren Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern vor Ort auf. Machen Sie mit und lassen Sie uns gemeinsam den Feldhamster retten!

In diesem Video ist eine Schutzmaßnahme in Niedersachsen zusehen: Hier bietet der kleinteilige Anbau verschiedener für den Hamster geeigneter Kulturen dem bedrohten Ackerbewohner über einen langen Zeitraum Deckung vor Feinden und Nahrung.

So schön kann Feldhamsterschutz sein. Diese überjährigen Blühflächen helfen nicht nur dem Feldhamster, sondern auch Insekten, Feldhasen und zahlreichen anderen Bewohnern unserer Feldflur.

Feldhamsterblühstreifen in Thüringen