Mit Erfindergeist für Ökologie und Tierwohl in der Landwirtschaft

Leichte Geräte statt schwerer Maschinen, Robotik statt Chemie:  Haben wir in den letzten Jahrzehnten vor allem die Produktivität gesteigert, können Innovationen in der Landwirtschaft diese in der nächsten Etappe nun ökologischer machen oder dem Tierwohl dienen. Ein interessanter Artikel hierzu aus der FAZ.

 

MDR Podcast Feldhamsterschutz mit Freiwilligen

MDR Podcast zum Feldhamsterschutz mit Freiwilligen

Mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für den Schutz des Feldhamsters. Das ist eine der wichtigsten Säulen des Projektes Feldhamsterland. Nun erklärt Tobias Reiners, der nicht nur auf dem Acker für den Feldhamster aktiv ist, sondern auch die wissenschaftliche Arbeit am Senckenberg Institut begleitet, wie mithilfe Freiwilliger der Feldhamsterschutz vorangebracht wird und was dem Nager heute in unserer Agrarlandschaft fehlt.

Hier geht es zum Podcast! Ab Minute 18:36 geht es los.

Ein Video, das den Citizen Science Ansatz erklärt, gibt es in diesem Beitrag.

Falls Ihr und Sie Lust haben, sich für den Feldhamster einzusetzen, jedes Augenpaar hilft uns bei den Kartierungen! Einfach Kontakt aufnehmen und mit uns auf dem Acker nach dem seltenen Architekten unterm Acker suchen. Auch eigene Feldhamstermeldungen in Ihrer Region können Sie und gerne mitteilen (Feldhamster@DeWiSt.de) oder direkt in den Feldhamsteratlas eingeben.

Feldhamster Film

Einschalten: Feldhamster auf ARTE

Liebe Feldhamster Community,

ein Tipp für alle, die in das Leben des kleinen Ackerbewohners eintauchen möchten:

In der arte-Mediathek ist aktuell „Der kleine Held vom Hamsterfeld“ zu sehen. Den Film kann man bis zum 24.09.2020 hier in der Mediathek anschauen.

Viel Spaß dabei und eine schöne Woche!

Euer Team Feldhamsterland

Feldhamster (Cricetus cricetus)

Interview zum Feldhamsterschutz im JAGDcast

Die Deutsche Wildtier Stiftung und speziell unser Verbundprojekt Feldhamsterland haben das Interesse von JAGDcast geweckt, einem bekannten Podcast „für Jäger und andere Naturliebhaber“. Hier gibt’s das Interview in voller Länge.

 

 

Die Haarproben der Feldhamster werden vom Senckenberg Institut genetisch untersucht

Hamsterhaarsuche auf dem Campus – genetische Erfassung der Feldhamster

Hamsterhaarsuche auf dem Nordcampus der Universität Göttingen: Begleitet unsere Regionalkoordinatorin Nina Lipecki in diesem Video bei Ihrer Arbeit. Sie sammelt Haare des seltenen Feldhamsters. Die Proben werden dann im Senckenberg Institut analysiert.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes Feldhamsterland ist neben der Kartierung der Bestände und der Umsetzung von Schutzmaßnahmen auch die genetische Erfassung der Populationen. Denn der bedrohte Ackerbewohner ist in vielen Regionen bereits komplett verschwunden und häufig sind die letzten Populationen räumlich getrennt voneinander. Werden die Distanzen zwischen den letzten Beständen zu groß, können die Tiere sich nicht mehr untereinander austauschen. Durch diese Verinselung der Bestände kann es daher zu einer genetischen Verarmung kommen, da keine  Feldhamster mit „frischem“ Genmaterial zuwandern können. Das kann auf lange Sicht die Fitness, also die langfristige Überlebensfähigkeit der Tiere, verringern. Die Feldhamster können dann beispielsweise schlechter auf Veränderungen des Klimas reagieren oder mit neuen Krankheiten umgehen.

Programmtipp für Feldhamsterfreunde

Programmtipp für Feldhamsterfreund*innen

Unsere Regionalkoordinatorinnen in Rheinland-Pfalz, Antonia Schraml und Katharina Thews, haben in den letzten Wochen mit der Unterstützung zahlreicher Helfer*innen nach Feldhamsterbauen im Raum Mainz gesucht und diese erfasst, um herauszufinden, wo der hoch bedrohte Nager noch vorkommt und dort gezielte Schutzmaßnahmen auf die Fläche zu bringen. Am 16.07.2020 wurden sie hierbei von einem TV-Team für die Sendung BINGO-Umweltlotterie des NDR begleitet.

Der Beitrag wird am 09.08.2020 um 17:00 Uhr im NDR ausgestrahlt. Unbedingt einschalten!

Am Sonntag keine Zeit oder Wetter zu gut? Kein Problem: der Beitrag ist eine Woche lang auch in der Mediathek des NDR zu finden.

Förderung des Projekts „Feldhamsterland“ um eine halbe Million Euro aufgestockt

Das Projekt „Feldhamsterland“ erhält in Thüringen zusätzliche Fördergelder in Höhe von 509.414 Euro. Das Bundesamt für Naturschutz und das Thüringer Umweltministerium haben die Mittel ordentlich aufgestockt. Für den Feldhamsterschutz in Thüringen und darüber hinaus ist das ein positives Signal, denn die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat den Feldhamster kürzlich weltweit „als vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt „Feldhamsterland“ entwickelt Maßnahmen, mit denen das Aussterben der Art in Deutschland verhindert werden soll. „Wir suchen in den Feldhamster-Schwerpunktregionen mit Hilfe von Ehrenamtlichen nach verbliebenen Populationen und setzen dann gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten Schutzmaßnahmen um. Wir arbeiten schon mit vielen Landwirtinnen und Landwirten zusammen, die Resonanz ist gut“, so Magdalena Werner, Regionalkoordinatorin in Thüringen. Dem Feldhamster fehlt es vor allem in großflächigen Monokulturen an Deckung und Nahrung. Getreidestreifen, die nicht geerntet werden und spezielle Saatmischungen für Hamsterschutzstreifen schaffen hier Abhilfe. Neben dem Feldhamster profitieren viele weitere Arten von den Maßnahmen. Die Kosten werden den landwirtschaftlichen Betrieben ersetzt. „Mit den zusätzlichen Geldern werden wir schon dieses Jahr hunderte Hektar zusätzlicher Maßnahmen umsetzen!“, freut sich Werner.

Im Projekt „Feldhamsterland“ arbeiten Landwirtschaft und Naturschutz in fünf Bundesländern eng zusammen, um den Feldhamster zu retten. Projektträger in Thüringen ist der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V., die Deutsche Wildtier Stiftung koordiniert das Gesamtprojekt.

Feldhamster im gesamten Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht - Experten erklären die Hintergründe

Feldhamster im gesamten Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht – Experten erklären die Hintergründe

Der Feldhamster ist laut der Weltnaturschutzunion IUCN in seinem gesamten Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht. Wir haben zum Hintergrund der drastischen Abstufung zwei Feldhamsterexperten befragt, die an der wissenschaftlichen Bearbeitung der IUCN Einschätzung maßgeblich beteiligt waren: Dr. Ulrich Weinhold vom Institut für Faunistik und Tobias Reiners vom Senckenberg Institut erklären in diesem kurzen Video die Ursachen für die schnelle Abstufung und warum es um den bunten Ackerbewohner nicht nur in Deutschland, sondern in seinem gesamten Verbreitungsgebiet, so schlecht steht:

Feldhamsterschutz aus der Vogelperspektive

Praktischer Feldhamsterschutz, wie sieht das aus?

Der Feldhamster ist nicht nur in Deutschland, sondern in seinem gesamten Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht. Doch als typischer Ackerbewohner ist er zum Überleben nicht auf Schutzgebiete, sondern auf die Unterstützung von LandwirtInnen angewiesen. Um zu zeigen, wie das aussehen kann, haben wir mithilfe einer Drohne ein Video aufgenommen – praktischer Feldhamsterschutz aus der Vogelperspektive.

Im Projekt Feldhamsterland arbeiten wir eng mit den LandwirtInnen vor Ort zusammen und setzen gemeinsam eine feldhamsterfreundliche Bewirtschaftung um. In dem Video ist eine Schutzmaßnahme in Niedersachsen zusehen: Hier bietet der kleinteilige Anbau verschiedener für den Hamster geeigneter Kulturen dem bedrohten Ackerbewohner über einen langen Zeitraum Deckung vor Feinden und Nahrung. Und davon profitieren auch zahlreiche andere Bewohner unserer Feldflur.

Welche Entwicklungen die Landwirtschaft durchlebt (hat) und vor welchen Herausforderungen die LandwirtInnen stehen, ist hier in einem lesenswerten Artikel zusammengefasst.

Wenn Sie Interesse haben, auf Ihren Feldern Schutzmaßnahmen umzusetzen oder sich als KartierhelferIn bei der Suche nach dem bunten Baumeister engagieren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit unseren AnsprechpartnerInnen auf!

Auch aus der Ferne ganz nah dabei – Online Exkursion ins Feldhamsterland

Feldhamsterschutz lebt neben den regelmäßigen Erfassungen der Vorkommen und dem Anlegen von speziellen Schutzmaßnahmen mit Landwirten auch vom Rückhalt der Gesellschaft. Darum wollen wir so viele Menschen wie möglich für den Schutz des Feldhamsters und den Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft begeistern und für diese Thematik sensibilisieren.

Erfahrungsgemäß funktioniert das am besten, wenn wir gemeinsam auf den Acker gehen und dort in den Lebensraum des Feldhamsters eintauchen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnten unsere alljährlichen Exkursionen im Frühjahr 2020 leider nicht stattfinden. Deshalb haben wir kurzerhand zwei „kleine Online-Exkursionen“ gedreht. Alle die Lust haben, können unsere Regionalkoordinatorin  Melanie Albert also auch aus der Ferne ins „Feldhamsterland“ begleiten und alles rund um den bedrohten Nager erfahren.

Viel Spaß beim Video!