Der Schweizer Arzt und Naturforscher Conrad Gessner erwähnte den Feldhamster bereits 1669 in seinem „Thierbuch“. Trotzdem wissen wir auch heute, 350 Jahre später, vergleichsweise wenig über den kleinen Nager. Darum forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler intensiv an dem faszinierenden Ackerbewohner. Dabei geht es etwa um die Ökologie, Physiologie, neue Monitoring Techniken (mit Drohnen und Hunden) und die Ursachen für den Rückgang des Feldhamsters. Die Forschungspreisträgerin der Deutschen Wildtier Stiftung Carina Siutz etwa untersucht den Zusammenhang zwischen der Vorratsmenge im Winterlager und der Nachwuchsrate im kommenden Sommer. Dafür vergleicht sie die Nachwuchsrate von Feldhamsterweibchen, denen Extrafutter zur Verfügung gestellt wird, mit der Nachwuchsrate von ungefütterten Weibchen.

Einmal jährlich findet ein internationales Treffen von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern sowie Feldhamsterschützerinnen und Feldhamsterschützern statt. Auf der IHWG Tagung (International Hamster Workgroup) werden neue Forschungsergebnisse, Schutz- und Wiederansiedlungsprojekte und viele weitere Themen rund um den Feldhamster vorgestellt und diskutiert. 2019 fand die Tagung in Kerkrade (Niederlande) statt, das Team Feldhamsterland war dabei und stellte den aktuellen Projektstatus vor. 2020 findet die IHWG Tagung in Polen statt.

Weitere interessante Informationen und Veröffentlichungen rund um den Feldhamster und den Stand der Wissenschaft finden Sie unter der Rubrik Downloads.

Wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwissen können Sie sich in dem Buch der beiden Feldhamsterexperten Dr. Ulrich Weinhold und Anja Kayser aneignen.

fliegende Drohne über Getreidefeld