…durch intensive Landwirtschaft

Als ursprüngliches Steppentier und Getreideliebhaber profitierte der Feldhamster in früheren Zeiten von der sich ausbreitenden Landwirtschaft. Kleine, naturnah bewirtschaftete Felder und strukturreiche Landschaften boten dem Nager reichlich Nahrung und Schutz vor Fuchs, Falke und Co. Mit der sich beschleunigenden Intensivierung der Landwirtschaft in Westeuropa seit den 1960er-Jahren jedoch wurde der Feldhamster immer weiter zurückgedrängt.

Der Verlust von kleinstrukturierten Landschaften im Zuge der Flurbereinigung, die riesigen Monokulturen und die hocheffizienten Erntemaschinen machen dem Feldhamster das Leben schwer. Das Aufkommen von Winterweizen und die damit verbundene frühere Ernte lässt ihm kaum eine Chance, sich vor dem Winter die Hamsterbacken vollzuschlagen. Aber auch einseitige Fruchtfolgen und der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln machen ihm zu schaffen.