In Rheinland-Pfalz für den Feldhamster aktiv

Katharina Thews, Regionalkoordinatorin Feldhamsterland in Rheinland-Pfalz„Als ich 2017 das erste Mal vom Feldhamsterprojekt hörte, stellte ich mir vor wie der Feldhamster seinen Kopf aus dem schützenden Getreidefeld streckt und in die weite ausgeräumte, schutzlose Flur schaut, in der zahlreiche Gefahren für ihn lauern. Das Szenario machte mir bewusst: nur gemeinsam mit Landwirten, Ehrenamtlichen und der Sensibilisierung der Gesellschaft für die Natur, die uns noch umgibt, können wir Arten des Offenlandes wie den Feldhamster vor dem Aussterben und somit auch die Biologische Vielfalt als Teil unserer Lebensgrundlage schützen. Im Projektgebiet in Rheinland-Pfalz kümmere ich mich insbesondere um die Öffentlichkeitsarbeit, die Koordinierung unserer Ehrenamtlichen sowie den Kontakt zu den zuständigen Behörden. Ich freue mich auf diese Aufgaben und bin sehr gespannt auf die gemeinsamen Erfolge.“

Katharina Thews, Regionalkoordinatorin in Rheinland-Pfalz

Feldhamsterland Regionalkoordinatorin Sarah Gärtner„Der Umweltschutz, insbesondere der Artenschutz, war mir schon immer sehr wichtig. Bereits als Kind habe ich mich viel mit Tieren sowie der Natur beschäftigt und die Faszination hierfür ist geblieben, denn die Natur, in der wir leben, ist einzigartig und wunderschön. Sie muss geschützt werden und hierzu möchte ich einen Beitrag leisten. Während meines Studiums dachte ich nicht, dass ich einmal im Projekt Feldhamsterland oder generell mit den Feldhamstern arbeiten werde. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass es dazu gekommen ist. In Hessen konnte ich schon viele Erfahrungen im Feldhamsterschutz sammeln und jetzt im Projekt in Rheinland-Pfalz mitarbeiten zu dürfen, sehe ich als große Chance. Diese Chance möchte ich nutzen, um mithilfe der Landwirte, der Behörden, der Politik und der Gesellschaft den Lebensraum Acker für die dort vorkommenden Arten wieder lebenswerter zu gestalten. Denn nur mit der Hilfe jedes Einzelnen sowie guter Kommunikation und Zusammenarbeit kann die Natur mit all ihren Facetten und Besonderheiten bewahrt werden.“

Sarah Gärtner, Regionalkoordinatorin in Rheinland-Pfalz

 

Logo Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz

 

Feldhamster in Rheinland-Pfalz

Die letzten bekannten Vorkommen des Feldhamsters liegen schwerpunktmäßig in Rheinhessen zwischen Mainz, Alzey und Worms.

Die meisten Menschen in Rheinland-Pfalz haben einen Feldhamster vermutlich noch nie zu Gesicht bekommen: einerseits ist der Nager inzwischen sehr selten und vom Aussterben bedroht, andererseits lebt er ein zurückgezogenes Leben unter der Erde.

Um zu wissen wo er noch vorkommt, suchen wir daher nach seinem Bau. Hierzu kartieren wir im Sommer die Eingänge der Hamsterbaue, in dem wir in einer Reihe über die abgeernteten Getreideflächen laufen und den Boden nach den typischen Hamsterröhren absuchen. Diese sind aufgrund ihrer Größe deutlich von Mauselöchern zu unterscheiden.

Das gelingt uns allerdings nur in einer Gemeinschaftsaktion: Wir suchen Interessierte, die uns dabei helfen. Möchten Sie dabei sein? Dann melden Sie sich gerne bei uns.