In Rheinland-Pfalz für den Feldhamster aktiv

Katharina Thews, Regionalkoordinatorin Feldhamsterland in Rheinland-Pfalz„Als ich 2017 das erste Mal vom Feldhamsterprojekt hörte, stellte ich mir vor wie der Feldhamster seinen Kopf aus dem schützenden Getreidefeld streckt und in die weite ausgeräumte, schutzlose Flur schaut, in der zahlreiche Gefahren für ihn lauern. Das Szenario machte mir bewusst: nur gemeinsam mit Landwirten, Ehrenamtlichen und der Sensibilisierung der Gesellschaft für die Natur, die uns noch umgibt, können wir Arten des Offenlandes wie den Feldhamster vor dem Aussterben und somit auch die Biologische Vielfalt als Teil unserer Lebensgrundlage schützen. Im Projektgebiet in Rheinland-Pfalz kümmere ich mich insbesondere um die Öffentlichkeitsarbeit, die Koordinierung unserer Ehrenamtlichen sowie den Kontakt zu den zuständigen Behörden. Ich freue mich auf diese Aufgaben und bin sehr gespannt auf die gemeinsamen Erfolge.“

Katharina Thews, Regionalkoordinatorin in Rheinland-Pfalz

 

Andre Peters, Regionalkoordinator in Rheinland-Pfalz

Im ländlichen Wetteraukreis aufgewachsen zu sein war sicherlich einer der Gründe, warum ich mich bereits seit meiner Kindheit dem Thema Natur- und Artenschutz verschrieben habe. Doch dass Arten der Feld- und Wiesenlandschaft zu den am stärksten bedrohten überhaupt gehören, wurde im Studium und während meiner Praxiserfahrung als Freilandbiologe immer deutlicher. Die Ursachen, warum gerade die Bestände des Feldhamsters so rapide sinken sind vielfältig und teilweise nur schwer zu beheben – versiegelte Flächen, strukturärmere Feldgebiete, Dürren. Doch insbesondere aus einer für viele Menschen zunächst unerwarteten Richtung kommt Unterstützung: Aus der Landwirtschaft selbst. Gemeinsam mit Landwirten nämlich werden Maßnahmen auf das Feld gebracht, die dem Nager Deckung, Nahrung sowie Überwinterungsmöglichkeiten bieten. Somit steht sich Landwirtschaft und Naturschutz nicht entgegen, sondern geht viel mehr Hand in Hand. Eine meiner Kernaufgaben ist es, diese Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten für den Feldhamster in Rheinland-Pfalz zu stärken, um so auch der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, dass sich Landwirtschaft und Naturschutz wunderbar ergänzen können.“

André Peters, Regionalkoordinator in Rheinland-Pfalz

 

Logo Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz

Feldhamster in Rheinland-Pfalz

Die letzten bekannten Vorkommen des Feldhamsters liegen schwerpunktmäßig in Rheinhessen zwischen Mainz, Alzey und Worms.

Die meisten Menschen in Rheinland-Pfalz haben einen Feldhamster vermutlich noch nie zu Gesicht bekommen: einerseits ist der Nager inzwischen sehr selten und vom Aussterben bedroht, andererseits lebt er ein zurückgezogenes Leben unter der Erde.

Um zu wissen wo er noch vorkommt, suchen wir daher nach seinem Bau. Hierzu kartieren wir im Sommer die Eingänge der Hamsterbaue, in dem wir in einer Reihe über die abgeernteten Getreideflächen laufen und den Boden nach den typischen Hamsterröhren absuchen. Diese sind aufgrund ihrer Größe deutlich von Mauselöchern zu unterscheiden.

Das gelingt uns allerdings nur in einer Gemeinschaftsaktion: Wir suchen Interessierte, die uns dabei helfen. Möchten Sie dabei sein? Dann melden Sie sich gerne bei uns.