Saskia Jerosch bei der Feldarbeit

In Sachsen-Anhalt ist die Deutsche Wildtier Stiftung für den Feldhamster aktiv

„Ich möchte mich für den Schutz der beeindruckenden Artenvielfalt einsetzen, die in unserer Kulturlandschaft ihren Lebensraum finden kann. Der Feldhamster ist Zeigerart für eine artenreiche Agrarlandschaft. Von Schutzmaßnahmen für den Feldhamster profitieren eine Reihe weiterer Arten wie Feldhase, Rebhuhn und Feldlerche.“

Saskia Jerosch, DeWiSt, Regionalkoordinatorin Feldhamsterland Sachsen-Anhalt

 

Unsere Partner vor Ort

Der Landschaftspflegeverband Grüne Umwelt e.V. aus Schwaneberg unterstützt uns als sehr erfahrener Partner bei der Umsetzung und Begleitung von Feldhamster-Schutzmaßnahmen in der Magdeburger Börde. Der Verband ist eng vernetzt mit örtlichen Behörden und Gemeinden sowie mit Landwirtschaft und Naturschutz-Interessierten. Matthias Haase und Irene Hoppe sind für die erfolgreiche Einbindung des Feldhamsterschutzes in landwirtschaftliche Betriebsabläufe verantwortlich.

Mit Anne Hecht vom Landschaftspflegeverband Wittenberg e.V. haben wir eine ausgewiesene Feldhamsterexpertin mit im Team. Ihre langjährigen Erfahrungen bei der Kartierung von Feldhamstern und  ihre Freude daran, Menschen für den Naturschutz zu begeistern sind sehr wertvoll für unser Projekt. Vornehmlich ist Sie für die Koordination von Freiwilligen zuständig, die uns bei der Suche nach Feldhamster Vorkommen unterstützen wollen.

Logo Deutsche wildtier Stiftung

Karte mit der Verbreitung des Feldhamsters in Sachsen-AnhaltFeldhamster in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt weist das noch flächengrößte Feldhamster Vorkommen in Deutschland auf. Um diese wertvollen Bestände zu fördern, arbeiten wir mit Ehrenamtlichen, Landwirtschaft, Behörden und Verbänden zusammen.

Gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten entwickeln wir individuelle Schutzmaßnahmen für den Feldhamster. Wir sammeln zunächst Daten über das lokale Vorkommen, um dann gezielt passende Schutzmaßnahmen für den Feldhamster auf die Fläche zu bringen.

Voraussetzung für Schutzmaßnahmen ist, dass wir Vorkommen des Feldhamsters kennen. Für die aufwändige Suche nach Feldhamsterbauen auf teilweise großen Ackerflächen sind wir immer auf der Suche nach Freiwilligen, die uns unterstützen!

Dem Feldhamster auf der Spur

In den Frühjahrsmonaten (April/Mai) und in der Nacherntezeit (Juli bis August/September) sind wir dem Feldhamster auf der Spur. Für nähere Informationen, melden Sie sich gern bei uns!

Einmal im Jahr bieten wir außerdem einen Workshop mit Exkursionen an, in dem Sie sich zum qualifizierten Feldhamster Kartierer/in fortbilden können. Nach einer theoretischen Einführung, in der wir Ihnen spannende Einblicke zur Ökologie des bunten Nagers geben, geht es hinaus auf unsere Schulungsfläche. Dort bekommen Sie erste praktische Erfahrungen, wie die typischen Feldhamster Baue aussehen und wie sie erfasst werden.

Melden Sie sich an, den nächsten Termin finden Sie hier.

Schulung für Feldhamster Kartierung

Feldhamster Nachweise bitte melden!

Da der Feldhamster die Hälfte des Jahres unter der Erde „verschläft“ und die andere Hälfte des Jahres bevorzugt im geschützten Getreideacker lebt, ist es schwer festzustellen, wo er noch vorkommt.

Daher sind wir für jeden Hinweis dankbar! Hier können Sie Ihre Beobachtung melden.

Sichtbeobachtungen am Wegesrand oder sogar im eigenen Garten, Totfunde durch den Straßenverkehr oder durch Haustiere aber auch die typischen Baueingänge geben uns wertvolle Hinweise zum aktuellen Vorkommen.

Jede Meldung wird von uns in der Datenbank erfasst und bewertet. Die Ergebnisse dieser Datenbank sind im Feldhamsteratlas Deutschland zu sehen.

Auch können Sie ganz einfach über die App iNaturalist jede Beobachtung melden. Mit der App kann eine Meldung direkt im Feld erfolgen und dann später bequem hochgeladen werden. Diese Eingaben werden ebenfalls in unsere Datenbank übertragen.

Download der Anleitung

iNaturalist

Eine Meldung enthält: Datum, Fundort (möglichst genau – am besten GPS-Daten), Angaben zur Beobachtung (Sichtbeobachtung, Totfund, Baueingang).

Bei einem Baueingang gern Fotos mit dem Zollstock machen, die Tiefe und Durchmesser der Röhre anzeigen. Auch ein Schlüssel oder Feuerzeug können zum Größenvergleich dienen. Bei mehreren Ausgängen bitte auch noch die Anzahl der Röhren notieren.