Der Feldhamster ist die einzige Art der Unterfamilie Hamster in Deutschland und eine Charakterart der Feldflur.

Name: Feldhamster (lat. Cricetus cricetus)

Größe: bis zu 35 cm; Männchen sind meist etwas größer als Weibchen

Gewicht: 200-650 g; Männchen sind im Mittel ein Drittel schwerer als Weibchen

Nahrung: Feldfrüchte, Gräser, Kräuter, Insekten und kleine Wirbeltiere

Feinde: Fuchs, Wiesel und Greifvögel

Alter: bis zu 3 Jahre (in Gefangenschaft bis zu 4 Jahre)

Systematik: 

  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
  • Unterordnung: Mäuseartige (Myomorpha)
  • Familie: Mäuse (Muridae)
  • Unterfamilie: Hamster (Cricetinae)
  • Art: Feldhamster (Cricetus cricetus)

Körperbau und Erscheinung

Der Feldhamster ist durch seinen Körperbau perfekt an das Leben unter dem Acker angepasst. Die kurzen, kräftigen Gliedmaßen und starke Krallen eignen sich perfekt zum Graben. Mithilfe seiner Tasthaare an Schnauze und an den Handgelenken der Vorderpfoten kann er sich auch im Dunkel seines Baus perfekt orientieren. Als Nagetier sind die Zähne für den Hamster ein überlebenswichtiges Werkzeug. Da diese ohne Unterlass genutzt werden, ist auch der Verschleiß sehr stark. Daher wachsen die Hamsterzähne ein Leben lang nach und es kann wild drauf los genagt werden. Schnauze, Ohren und der kurze Schwanz sind nackt oder kaum behaart.

Durch das braun rötliche Rückenfell ist der Feldhamster auf dem Erdboden von oben betrachtet perfekt getarnt. An Wangen, Brust und Beinen finden sich weißlich cremefarbene Flecken, die Unterseite ist schwarz. Es gibt aber auch Ausnahmen. In Thüringen beispielsweise gibt es komplett schwarze Feldhamster, diese sind in Deutschland einzigartig.

Fortpflanzung und Jungenaufzucht

Verbreitung und Lebensraum

Abwehr von Feinden

Gefährdung

Lebenszyklus des Feldhamsters im landwirtschaftlichen Jahr (Copyright: Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz)

Die Grafik veranschaulicht den Lebenszyklus des Feldhamsters von seinem Erwachen aus der Winterrruhe ab April, der Fortpflanzungsperiode, die bis in den August andauern kann, hin zum Anlegen von Vorräten für die Winterruhe ab Mitte Oktober. Daneben wird der damit einhergehende Bedarf an Nahrung und Deckung dargestellt. Durch den vermehrten Anbau von Wintergetreide und die frühe Ernte ensteht für den Feldhamster ein gefährliches Nahrungs- und Deckungsloch von Juli/August bis Mitte Oktober. Genau in dieser Zeit aber muss der Nager seinen Wintervorrat hamstern. Durch den Einsatz von Schutzmaßnahmen, wie z.B. Ernteverzicht oder den Anbau von Blühstreifen oder Luzerne sollen genau diese für den Feldhamster überlebenswichtigen Lücken überbrückt werden und sein langristiges Überleben gesichert werden.