Ehrenamtliche Feldhamsterbotschafter*innen in Rheinland-Pfalz gesucht!

Ihr wollt Teil der „Feldhamsterfamilie“ werden, habt Interesse am praktischen Feldhamsterschutz, seid körperlich fit und habt Spaß an der Vermittlung von Wissen und Kommunikation?

Dann seid Ihr hier genau richtig!

Die Stiftung Natur und Umwelt bietet im Rahmen des Projektes Feldhamsterland die Ausbildung zum/zur ehrenamtlichen Feldhamsterbotschafter*in an. Im ersten Durchgang 2021/22 sollen zehn Botschafter*innen ausgebildet werden. Als Ansprechpartner*innen für Feldhamsterschutz vor Ort tragt Ihr maßgeblich zum Schutz des Feldhamsters bei, indem Ihr selbstständig Feldhamsterbaukartierungen mit freiwilligen Helfer*innen organisiert sowie die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert. Um gut auf Eure Aufgabe im Feldhamsterschutz vorbereitet zu sein, absolviert Ihr im Jahresverlauf sieben Module, die sowohl Themen zum Feldhamster allgemein als auch zu konkreten Schutzmaßnahmen betreffen. Die Ausbildung findet überwiegend in Mainz und Umgebung statt. Start ist April 2021 (weitere Infos gibt es hier: https://snu.rlp.de/…/feldhamsterbotschafterinnen-gesucht/).

Freiwillige des Bergwaldprojektes auf Feldhamstersuche

Programmtipp für Feldhamsterfreunde

Video Tipp: Andreas Kieling auf der Suche nach dem Feldhamster

Der Feldhamster verschwindet von unseren Feldern. Und das vielerorts unbemerkt, da sich der dämmerungs- und nachtaktive Wühler meist „unter Tage“ in seinem Bau aufhält. Begleitet Andreas Kieling auf seiner Reise vom Süden Deutschlands, wo unter Anleitung vom Feldhamsterexperten Dr. Ulrich Weinhold Feldhamster wieder angesiedelt werden, in den Norden, wo Nina Lipecki, Regionalkoordinatorin des Projektes Feldhamsterland mit Ehrenamtlichen auf die Suche nach dem verborgenen Nager geht und gemeinsam mit Volker Thörmann, einem engagierten Landwirt in Niedersachsen, spezielle Schutzmaßnahmen umsetzt Viel Spaß!

 

Feldhamster (Cricetus cricetus)

Deutsch-Französisches Projekt zum Feldhamsterschutz gestartet

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz des bedrohten Nagers: ExpertInnen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Elsass widmen sich mit vereinten Kräften dem Schutz des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters.

Der Feldhamster, einst ein verfolgter Ernteschädling, steht mittlerweile kurz vor dem Aussterben und nicht nur in Deutschland, sondern auch international auf der Roten Liste. Sein Verschwinden steht dabei stellvertretend für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen in unserer Agrarlandschaft. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz setzt das Projekt Feldhamsterland in Rheinland-Pfalz um. Gemeinsam mit LandwirtInnen und engagierten Freiwilligen soll der Feldhamster für kommende Generationen in Deutschland bewahrt werden.

Nun bekommt die Art an ihrer südwestlichen Verbreitungsgrenze durch ein weiteres Großprojekt Unterstützung. Zusammen mit weiteren PartnerInnen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Elsass ist das Projekt CRICETUS (Schutz des Europäischen Hamsters und der Biodiversität in den Agrarlandschaften des Oberrheins) gestartet.

„Das deutsch-französische Projekt bietet erstmalig die Gelegenheit, im Feldhamsterschutz über die Bundesgrenzen hinaus Wissen zu generieren und so das Verschwinden des Hamsters mit vereinten Kräften zu verhindern“, sagte Staatsministerin Anne Spiegel. „Als Vorsitzende der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz freue ich mich über die Entwicklung innovativer Ansätze für den Erhalt der Biodiversität in unseren Agrarlandschaften“, so Spiegel weiter.

Neben Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit sind im Projekt die Erprobung neuer Methoden und Werkzeuge zum Feldhamsterschutz geplant, wie z.B. die Erfassung der Hamsterbaue mit Hilfe von Drohnen. Auch Themen wie Zucht und Wiederansiedlung werden im Projekt wissenschaftlich und praktisch beleuchtet. Das für 3,5 Jahre angelegte Projekt hat ein Budget von ca. 2 Mio. €. Gefördert wird das Projekt über das europäische INTERREG-Programm und hat einen Fokus auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von ExpertInnen und Institutionen.

Auch die Presse berichtete über den Start des Projekts (bitte hier klicken).

Xenius: Bedrohter Feldhamster – Kurz vor zwölf für den Nager

Wer es live im Fernsehen verpasst hat, kann nun die  ARTE Dokumentation „Bedrohter Feldhamster – Kurz vor zwölf für den Nager“ in der Mediathek anschauen – ein absoluter Tipp für alle, die sich für den farbenfrohen Nager und sein verborgenes Leben interessieren. In der knapp halbstündigen Xenius Folge erfährt man alles rund um den Ackerbewohner: Wie lebt der Feldhamster? Warum ist er vom Aussterben bedroht? Was wird in Deutschland und Frankreich getan, um ihn zu retten? Die Antworten zu diesen und vielen weiteren Fragen werden in der Dokumentation, bei der unter anderm auch Melanie Albert und Tobias Reiners aus dem Projekt Feldhamsterland mitgewirkt haben, beantwortet. Zum Anschauen einfach auf unten auf das Video klicken. Viel Spaß!

 

Digitaler Vortrag zum Projekt Feldhamsterland

Durch die COVID 19 Pandemie konnte der geplante Vortrag von Katharina Thews, Regionalkoordinatorin des Projekts Feldhamsterland bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland Pfalz im letzten Jahr nicht stafttfinden. Um so mehr freuen wir uns, dass der Vortrag nun auf digitalem Weg nachgeholt werden kann.Feldhamster in Rheinland Pfalz Projektflyer Thema der Veranstalung ist die Umsetzung des Kooperationsprojekts Feldhamsterland in Rheinland-Pfalz. Wie sieht die aktuelle Bestandssituation des Feldhamsters in Rheinland-Pfalz aus und welche Maßnahmen werden mit LandwirtInnen und Ehrenamtlichen ergriffen, um den Ackerbewohner zu retten? Diese und viele weitere spannende Fragen werden dort beantwortet. Interessierte sind herzlich eingeladen! Die Teilnahme ist kostenlos.

Wann? Dienstag, 26. Januar 2021 um 18:30 Uhr

Wo? Online – Anmeldung bitte per mail an: Feldhamster@snu.rlp.de

 

 

Ausgehamstert? Warum ist der Feldhamster vom Aussterben bedroht?

Noch vor einigen Jahrzehnten als Plage bekämpft, mit Prämien für jedes erbeutete Fell, ist der Feldhamster heute vom Aussterben bedroht und streng geschützt. Wie konnte es zu diesem rapiden Einbruch der Bestände kommen und welche potenziellen Konflikte ergeben sich aus dem Schutz des Ackerbewohners und der kontinuierlichen Ausbreitung von Baugebieten, etwa in Frankfurt? Das lässt sich in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel „Ausgehamstert“ nachlesen. Dort erklären Tobias Reiners, Feldhamsterexperte und wissenschaftliche Begleitung des Projektes Feldhamsterland und Moritz Franz-Gerstein, der das Verbundvorhaben für die Deutsche Wildtier Stiftung koordiniert, die genauen Zusammenhänge. Viel spaß beim Lesen!

 

Feldhamster auf leerem Acker

Feldhamster auf leerem Acker

Feldhamster (Cricetus cricetus)

Feldhamsterland ist nun auch bei GoNature dabei

Das Projekt Feldhamsterland ist ab sofort bei der neuen Onlineplattform GoNature dabei. Die Plattform soll es Menschen ermöglichen und erleichtern, sich ehrenamtlich für den Natur- und Artenschutz einzusetzen. Dazu kann man sich in verschiedenen Themenbereichen und je nach Region Projekte heraussuchen und unkompliziert mitmachen. Eine tolle Initiative und schön, dass wir mit unserem Projekt nun auch dabei sein können. Denn nur mithilfe Ehrenamtlicher können wir für den bedrohten Ackerbewohner etwas bewegen. Wer sich gemeinsam mit uns für das Überleben des Nagers einbringen möchten findet hier weitere Informationen und hier den direkten Kontakt zu unseren AnsprechpartnerInnen vor Ort.

Feldhamster auf leerem Acker

Feldhamstermonitoring in den Niederlanden – neue Studie veröffentlicht

Der Feldhamster ist seit diesem Jahr weltweit vom Aussterben bedroht. In seinem westlichen Verbreitungsgebiet ist er vielerorts bereits verschwunden, so auch in den Niederlanden. Um ein Erlöschen der letzten Populationen zu verhindern, werden in bestimmten Gebieten in der Provinz Limburg Feldhamster wieder angesiedelt. Das Wiederansiedlungsprojekt wird durch ein wissenschaftliches Monitoring begleitet. Nun haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ergebnisse dieser Begleituntersuchungen in der Fachzeitschrift „Mammalian Biology“ veröffentlicht. Der Studie identifiziert Prädation durch Füchse, Greifvögel und Marderartige als Hauptursache für die Sterblichkeit der untersuchten Feldhamster. Aber auch die angebauten Kulturen und das Ernteregime spielen laut Studie eine zentrale Rolle. Dann klar ist: Der Feldhamster ist als ehemals sehr häufiger R-Stratege für viele Prädatoren, wie etwa den Rotmilan, schon immer ein wichtiges Beutetier gewesen. Das ist seine ökologische Rolle. Aber die Rahmenbedingungen in seinem Lebensraum haben sich während der letzten Jahrzehnte rasant verändert. So werden deutlich weniger Kulturen angebaut, die Ernte früher und schneller vom Acker geholt und auch die Strukurvielfalt hat stark abgenommen. Dadurch erhöht sich das Prädationsrisiko für den Feldhamster, weil die überlebenswichtige Deckung fehlt. Um dem Hamster und anderen Wildtieren der Agrarlandschaft zu helfen und so die auch für uns Menschen essentielle Biodiversität zu schützen, fordern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Anpassung der Agrarpolitik.

Hier geht es zur neuen Studie aus den Niederlanden (einfach klicken)

Und hier gibt es eine Übersicht zu Veröffentlichungen rund um den Feldhamster

Bild mit einem Junghamster, der aus seinem Bau guckt

Team Feldhamsterland sucht Verstärkung

Ihr möchtet Euch für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster einsetzen?

Ihr sucht eine interessante und herausfordernde Tätigkeit im Artenschutz?

Dann bewerbt Euch jetzt auf diese vielseitige Position und werdet Teil des deutschlandweit größten Rettungsprojektes für den gefährdeten Ackerbewohner!

Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit Sitz in Mainz sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Regionalkoordinator/in (m/w/d) für das Projekt Feldhamsterland in Rheinland-Pfalz.

Alle weiteren Informationen zur ausgeschriebenen Stelle findet ihr hier

Bewerbungsschluss ist der 11.12.2020.

Werdet ein Teil des Feldhamsterland-Teams!

Das Team hinter dem Projekt Feldhamsterland

Feldhamsterland im Podcast

Feldhamsterland im Podcast

Moritz Franz-Gerstein, Leiter des Projekts Feldhamsterland, war zu Gast  in der „Sendung mit der Ziege“. Im Gespräch mit Madlen Ziege erklärt er, warum der Feldhamster aus unserer Landschaft verschwindet und was im „Feldhamsterland“ für seine Rettung getan wird. Aber auch die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP), invasive Arten, Zoopharmakognosie und die Simpsons werden thematisiert.

Hier geht es direkt zum Podcast (einfach hier klicken)

Feldhamsterland zu Gast in der Sendung mit der Ziege