Honorierung von Gemeinwohlleistungen in der Landwirtschaft

Der Wissenschaftler Prof. Harald Grethe fordert eine Abkehr von der Flächensubventionierung in der EU-Agrarpolitik. Umwelt-, Klima- und Tierschutzleistungen sollten künftig entlohnt werden.

Seine Forderung nach einer Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union hat der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundeslandwirtschaftsministerium, Prof. Harald Grethe, bekräftigt.

„Ohne grundlegende Änderungen in den agrarpolitischen Rahmenbedingungen sind die anstehenden Herausforderungen für die Landwirtschaft nicht zu bewältigen“, sagte Grethe bei einer Podiumsdiskussion des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) vergangene Woche in Berlin.

Der Wissenschaftler sprach sich erneut für einen Ausstieg aus den EU-Direktzahlungen aus. Stattdessen müsse es darum gehen, Umwelt-, Klima- und Tierschutzleistungen zu entlohnen. „Gemeinwohlleistungen honorieren statt Eigentum subventionieren“ nannte Grethe als Kernaufgabe für die anstehende GAP-Reform. Die Agrarpolitik müsse endlich ihrer zentralen Aufgabe gerecht werden, die Voraussetzungen für die Erbringung der von der Landwirtschaft geforderten Leistungen zu schaffen.

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