Quiz: 3 D Hamstermodell von Fridolin zu gewinnen

Etwa von Oktober bis März halten die Feldhamster (Cricetus cricetus) Winterschlaf in ihren gemütlichen Bauen. Aber auch während der übrigen Monate ist es nicht leicht, den kleinen Ackerbewohner zu Gesicht zu bekommen, denn er ist nicht nur nachtaktiv, sondern inzwischen auch äußerst selten. So selten, dass er in Deutschland vom Aussterben bedroht ist. Mit dem Projekt Feldhamsterland wollen wird den bedrohten Nager retten! Hier könnt ihr erfahren, wie auch ihr euch für den Feldhamster stark machen könnt.

Wer nicht das Glück hat, in einem der letzten „Hamstergebiete“ zu leben oder einem der bunten Gesellen begegnet zu sein, hat hier die Chance, einen kleinen, eigenen Hamster für den Schreibtisch zu gewinnen!

In Zusammenarbeit mit der Fridolin GmbH aus Herrenberg haben wir ein 3 D Modell des Feldhamsters entworfen. Das Modell ist aus Spezial-Karton gefertigt und kann im Stecksystem eigenständig zusammengebastelt werden. Zur Feier der gelungenen Kooperation verlosen wir fünf Hamstermodelle. Um an der Verlosung der gefragten Papphamster teilzunehmen, müsst Ihr folgende zwei Fragen richtig beantworten:

  1. Wie alt können Feldhamster in freier Wildbahn werden?
  2. Wie versucht der Feldhamster, seine Feinde abzuwehren?

Die Antworten bitte einfach unter diesem Beitrag als Kommentar eintragen. Unter allen Kommentaren,die beide Fragen korrekt beantwortet haben, verlosen wir die fünf Papphamster!

Das Gewinnspiel läuft bis zum 19.02.2020 um 16:00 Uhr.

Kleiner Tipp: Die Antworten zu den beiden Fragen könnt ihr hier auf unserer Homepage finden.

Wir drücken euch die Daumen!

Alle, die nicht schnell genug waren, können den Papierhamster hier bestellen.

Die Teilnahmebedingungen findet Ihr hier.

Fridolin 3D Modell Feldhamster

3D Modell Feldhamster der Firma Fridolin

Feldhamsterland als UN-Dekade Projekt ausgezeichnet

Das Jahr 2020 startet mit sehr erfreulichen Nachrichten – Das Projekt Feldhamsterland wird im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet!

Mit der Auszeichnung würdigen die Vereinten Nationen Projekte, die den Artenschutz in Deutschland sinnvoll und langfristig erfolgreich voranbringen. „Der Feldhamster trägt seinen engen Bezug zum landwirtschaftlichen Feld bereits im Namen. Wer ihn schützen und erhalten will, braucht die Landwirte an seiner Seite. Daher ist der kooperative Ansatz des Projektes Feldhamsterland völlig richtig, denn hier sind Augenmaß und Begeisterungsfähigkeit gefragt, gepaart mit Verständnis und Zuverlässigkeit“, so Arno Todt, Leiter der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Die Auszeichnung wurde während der „Grünen Woche“, der international bedeutendsten Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau im Rahmen des „Zukunftsforums Ländliche Entwicklung: Vielfältige Landwirtschaft gemeinsam gestalten – Landwirte engagieren sich für die Biodiversität“ überreicht. Den Preis nahmen die niedersächsische Regionalkoordinatorin Nina Lipecki, die Eheleute Marion und Clemens Gerhardy und Projektleiter Moritz Franz-Gerstein von der Deutschen Wildtier Stiftung gemeinsam entgegen.  Die Gerhardys haben auf Ihre Feldern nördlich von Hildesheim Modellversuche und Maßnahmen für eine feldhamsterfreundliche Bewirtschaftung erprobt und durchgeführt. „Wir verstecken uns nicht hinter dem Schreibtisch, sondern gehen aktiv aufs Feld, um Landwirte für den Feldhamster zu begeistern. Miteinander reden – nicht übereinander, das ist unser Ansatz“, sagt Projektleiter Moritz Franz-Gerstein. Um vor Ort für den Feldhamster zu ackern, sind in allen beteiligten Regionen Regionalkoordinatoren am Start, die sich mit Landwirten austauschen und Strategien erarbeiten. „Wenn Deutschland den Feldhamster nicht verlieren will, braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung von Naturschutz und Landwirtschaft und eine neue Agrarpolitik, die den Einsatz von Landwirten für den Natur- und Artenschutz besser als bisher honoriert“, fordert der Feldhamsterschutz-Beauftragte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Diese Auszeichnung hilft uns, die Probleme des Feldhamsters noch stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.“

Das gesamte „Team Feldhamsterland“ fühlt sich sehr geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten!

UN Dekade Biologische Vielfalt Preisverleihung

v.l.n.r.: Moritz Franz-Gerstein, Nina Lipecki, Marion und Clemens Gerhardy

Ein Hamsterschützer zieht Billanz

Der Feldhamster ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Zum Glück gibt es Menschen, die sich für sein Überleben einsetzen. Einer davon ist Manfred Sattler. Er kämpft seit über 10 Jahren mit unglaublich viel Engagement dafür, dass der farbenfrohe Nager auf unseren Feldern weiterhin einen Lebensraum findet!

Als ehrenamtlicher Gebietsbetreuer ist Manfred Sattler vor allem im Main-Kinzig-Kreis, dem größten und noch relativ unzerschnittenen Lebensraum in Hessen aktiv. Mit Unterstützung vieler Freiwilliger und viel Engagement konnte er die Datenlage zum Feldhamstervorkommen im Gebiet deutlich verbessern und durch den engen Kontakt und kontinuierlichen Austausch mit LandwirtInnen und Landwirtschaftsämtern eine große Zahl an Schutzmaßnahmen auf die Fläche bringen. Doch die Langzeitbetrachtung der Erfassungsergebnisse zeigt, dass die Schutzbemühungen weiter verstärkt werden müssen. Aktuell bereiten besonders der zunehmende Lebensraumverlust durch Bauvorhaben und der steigende Anbau von Sonderkulturen unter Folie, wie z.B. Erdbeeren und Spargel, dem Feldhamster in der Region Probleme.

Manfred Sattler hat die Verschnaufpause zwischen den Jahren genutzt, um das Jahr 2019 Revue passieren zu lassen und hat seine Gedanken zur Situation des Feldhamsters und den Veränderungen im Offenland zu Papier gebracht.

Vielen Dank für dein unermüdliches Engagement, lieber Manfred!

Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken!

 

Feldhamsterrundbrief von Manfred Sattler

Handwerksbäckerei Süpke backt für den Feldhamsterschutz!

Bäcker Süpke in Thüringen „backt große Brötchen“ für den Feldhamsterschutz. Wolfgang Süpke hat ein eigenes Brot für den hoch bedrohten Feldhamster kreiert – es heißt „Schwarzer Hamster“. Die echten schwarzen Hamster, sogenannte melanistische Feldhamster, kommen deutschlandweit nur in Thüringen vor – daher rührt auch der Name des Brotes. Der „Schwarze Hamster“ ist laut Bäcker Süpke eines seiner meistverkauften Brote. Für jeden verkauften Leib Brot spendete Süpke 10 Cent. So kamen über 1.000 € zusammen – Süpke rundete dann großzügig auf insgesamt 2.000 € auf! Diese Summe wird verwendet um auf den Flächen der Agrar GmbH Gamstädt eine auf den Feldhamster abgestimmte Saatmischung anzubauen, die dem Ackerbewohner Nahrung und Deckung bieten wird. Süpke bezieht auch einen Teil seines verwendeten Getreides von der Agrar GmbH und kann den bedrohten Feldhamster so direkt auf den Flächen seines Zulieferers schützen. Anstoß zu dieser Aktion gab der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V., der das Projekt Feldhamsterland in Thüringen umsetzt. „Besonders gefreut hat uns die gute Zusammenarbeit zwischen Bäcker Süpke und der Agrar GmbH Gamstädt, die ja auch das Getreide für das Schwarze Hamster Brot liefert.“ so Magdalena Werner vom Landschaftspflegeverband.

Eine tolle Aktion, die hoffentlich Nachahmer finden wird! Vielen Dank an alle Beteiligten für Ihr Engagement!

Bäckerei Süpke - Brot für Feldhmasterschutz

Wolfgang Süpke übergibt Landwirt Mathias Göring von der Agrar GmbH Gamstädt die Spende für die Feldhamsterschutzmaßnahmen

 

Hirn und Hamster

Der Feldhamster hat es dank der hochkarätigen Forschungsarbeit von Frau Dr. Caroline Habold an prominenter Stelle in eine arte Dokumentation mit dem Titel „Unser Hirn ist, was es isst“ geschafft! Ab Minute 8:65 geht es um den Hamster – aber es lohnt sich, die ganze Dokumentation zu schauen. Zur Weiterleitung einfach auf das Bild klicken:

Dr. Caroline Habold, Feldhamsterforscherin

Mit Frau Dr. Habold hat das Feldhamsterlandteam guten Kontakt, wir tauschen uns regelmäßig mir ihr und ihrem Team über die Forschungsergebnisse aus.

Das Wissen, das Maismonokulturen dem Hamster schaden, setzen wir in Maßnahmen um. So werden beispielsweise Landwirtinnen und Landwirte in Sachsen-Anhalt Bejagungsschneisen so bepflanzen, dass der Hamster hier Abwechslung und Niacin (Vitamin B3) bekommt. Diese Schneisen sollten in großen Maisfeldern ohnehin angelegt werden.

Eine ausgewogene Ernährung ist eben nicht nur für Menschen wichtig!

Du hast einen Feldhamster in einer Dokumentation oder in einem Bericht entdeckt? Gib uns Bescheid und schick uns den Link (Feldhamster@DeWiSt.de), wir freuen uns!

Deutsche Wildtier Stiftung verleiht Forschungspreis an Feldhamster-Forscherin Carina Siutz

Gestern fand in Hamburg die Verleihung des Forschungspreises der Deutschen Wildtier Stiftung statt. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung  wird seit 1997 alle zwei Jahre verliehen. Die unabhängige Jury aus Fachwissenschaftlern wählte dieses Jahr die Verhaltensforscherin Dr. Carina Siutz als Preisträgerin aus. Siutz (39) erforscht die Wiener Stadthamster, um herauszufinden, was die Ursachen für das Verschwinden dieser Tierart in der Agrarlandschaft sind.

Zurzeit befinden sich die Wiener Feldhamster im tiefen Winterschlaf. Eines hat Siutz bei ihrer Arbeit schon herausgefunden: Männchen und Weibchen „schlafen“ unterschiedlich. „Das Feldhamstermännchen futtert sich ordentlich Winterspeck an, um die kalten Monate zu überstehen – Weibchen füllen dagegen fleißig ihre Vorratskammer“, sagt die Forschungspreisträgerin. „Von diesen Vorräten knabbert es ausgiebig, bevor Stoffwechsel, Herzschlag und Atmung absinken und auch für Frau Feldhamster der Winterschlaf beginnt.“ So schläft das Weibchen später ein als das Männchen. Warum sich beide Geschlechter so unterschiedlich verhalten, ist noch nicht gänzlich erforscht. Bekannt hingegen ist, dass Weibchen umso mehr Nachwuchs bekommen, je eher sie aus dem Winterschlaf erwachen. Mit ihrem nun ausgezeichneten Forschungsvorhaben möchte die Wissenschaftlerin den Zusammenhang zwischen der Vorratsmenge im Winterlager und der Nachwuchsrate im kommenden Sommer herausfinden. Dafür soll die Nachwuchsrate von Feldhamsterweibchen, denen Extrafutter zur Verfügung gestellt wird, mit der Nachwuchsrate von ungefütterten Weibchen verglichen werden.

„Die Erkenntnisse aus der Arbeit von Frau Siutz sind auch für den Feldhamsterschutz in Deutschland von hoher Bedeutung“, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. „Denn wenn wir dem Feldhamster jetzt nicht helfen, wird dieses faszinierende Wildtier, das noch vor wenigen Jahrzehnten als eine Plage bekämpft wurde, bei uns bald ausgestorben sein.“

Weitere Informationen finden Sie hier

Forschungspreisverleihung der Deutschen Wildtier Stiftung

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, mit Dr. Carina Siutz, Gewinnerin des Forschungspreises 2019

Team Feldhamsterland trifft sich in Erfurt

Das gesamte Team des Feldhamsterland Projekts hat sich am 28. und 29. November in Erfurt getroffen. Da wir in fünf Bundesländern für den Schutz des hoch bedrohten Ackerbewohners kämpfen, gibt es nur sehr wenige Gelegenheiten, an denen wir alle an einem Ort zusammen kommen. Anlass war eine Fortbildung im Bereich Soziale Medien und Vortragstechniken, die unsere Partner vom LPV Mittelthüringen e.V. organisiert haben. Beide Themen sind extrem wichtig, um die Öffentlichkeit für den Feldhamster und seinen dramatische Situation zu sensibilisieren. Mit den neu erlernten Fähigkeiten hoffen wir, noch mehr Menschen für den kleinen Nager begeistern zu können!

Hier können Sie sehen, welche Gesichter hinter dem Projekt und dem Feldhamster stehen…

Sir David Attenborough und die Wiener Feldhamster

Im Rahmen der BBC Dokumentationsreihe „Seven Worlds – One Planet“ berichtet der weltberühmte Tierfilmer und Naturforscher, Sir David Attenborough auch über den Feldhamster. Genauer gesagt über die Feldhamster, die es sich auf dem Wiener Friedhof gemütlich gemacht haben. Dabei zeigt der inzwischen 93-jährige auch die mitunter ungewöhnlichen Ernährungsstrategien, die der Feldhamster auf dem Friedhof an den Tag legt.

Hier können Sie sich den kurzen Videoclip ansehen. Viel Spaß!

 

Filmpremiere – Feldhamsterland – Rettung für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster

Von Hamburg über Frankfurt, das Mainzer Umland und wieder hinauf in die Hildesheimer Börde. Auf den Spuren des hoch bedrohten Feldhamsters (Cricetus cricetus) haben wir weite Teile seines restlichen Verbreitungsgebiets bereist. Wir haben vom Boden und aus der Luft gefilmt, um die Menschen in die Welt des „Architekten unter`m Acker“ zu entführen.

Der Kurzfilm über das Projekt Feldhamsterland zeigt neben der dramatischen Situation des vom Aussterben bedrohten Säugers auch Möglichkeiten zum Schutz der Art. Feldhamsterexpertin Melanie Albert, die sich seit vielen Jahren für den Schutz des Feldhamsters in Hessen einsetzt, erklärte wieso der Ackerbewohner es zunehmend schwer hat. Landwirt Patrick Stappert aus Mittelhessen ließ sich vom Filmteam bei der Ernte begleiten und erklärte, warum er Schutzmaßnahmen für den Hamster, wie zum Beispiel Inseln aus nicht geerntetem Getreide, auf seinen Feldern umsetzt.

Nach aufwändigen Dreh- und Schnittarbeiten ist es nun soweit – der Projektfilm „Feldhamsterland – Rettung für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster“ feiert Premiere. Tauchen Sie ein in die Welt des bunten Baumeisters!

Einladung zum großen Feldhamsteraktionstag

Am 31.08.2019 laden wir Sie ganz herzlich zum Feldhamsteraktionstag der Deutschen Wildtier Stiftung nach Salzgitter – Lesse ein!

Unsere FeldhamsterexpertInnen stehen vor Ort Rede und Antwort rund um das Leben und Verschwinden des bedrohten Ackerbewohners. Gemeinsam suchen wir nach den letzten Feldhamsterbauen auf dem Acker und erleben Feldhamsterschutzmaßnahmen live vor Ort. Es wird ein buntes Programm mit Spiel und Spaß für Kinder geben und für Verpflegung ist natürlich auch gesorgt. Die Teilnahme ist für Sie kostenlos. Kommen Sie vorbei und werden Sie aktiv für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster!

Weitere Informationen finden Sie hier